Wir haben die drei an ihrem Arbeitsplatz im Betriebshof Römerhof getroffen. Dies ist einer der Standorte der Abteilung Elektrische Anlagen und Sitz der beiden Meistereien für Fahrstrom und Fahrleitung sowie der zugehörigen Planungsteams. Max Engler hat wie viele seiner Teammitglieder bereits seine Ausbildung bei der VGF gemacht. Neben seinem Job, zu dem viele Nachtschichten und Bereitschaftsdienste gehören, studiert er Bahningenieurwesen an der „Technischen Hochschule Mittelhessen“. Seine kleine Tochter ist vier Jahre alt. „Neben dem Job noch zu studieren ist in dieser Abteilung nichts Ungewöhnliches“, versichern uns die beiden Kollegen Max und Moritz.
Dies gehört neben den Planungs-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten sowie der Störungsbehebung zu den Zuständigkeiten der Abteilung Fahrstrom.
Im Gespräch haben wir uns mit Meistereileiter Max Engler (32), Mechatroniker Moritz Martens (24) und Veronika Peric (20), Elektrotechnikerin für Betriebstechnik in der Ausbildung, ausgetauscht.

Sie listen uns gleich weitere Mitarbeitende auf, die sich parallel zum Job weitergebildet haben. Auch Moritz Martens studiert im Abendstudium Technik mit dem Schwerpunkt Automatisierungstechnik. Ob er dann an den Schreibtisch wechselt, fragen wir ihn. „Zum Teil schon“, bestätigt Moritz, aber alle drei sind sich einig: „Das Spannende an diesem Job ist nun mal der Einsatz vor Ort mit den regulären Wartungsarbeiten und besonders den Notfällen.“ Dafür gibt es die Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und die Kolleg:innen in der Bereitschaft.
Den Respekt vor ihrer Arbeit und der Verantwortung, die sie bei ihren Einsätzen tragen, merkt man ihnen an. Wenn man mit Blaulicht unterwegs ist, heißt das, die Situation ist ungeklärt und muss gesichert werden. In diesem Moment leiten und koordinieren die Einsatzkräfte der Rufbereitschaft die Arbeiten. Sie entscheiden, wie viele Kolleg:innen auf jeden Fall gebraucht werden und wer welche Aufgaben übernimmt. Für die zum Teil sehr jungen Mitarbeitenden ist das eine große Verantwortung. „Du freust dich auf den ersten Einsatz. Wenn es dann soweit ist und du mit Blaulicht in acht Minuten von Bad Homburg in die Frankfurter Innenstadt saust, schwitzt du Blut und Wasser“, berichtet Moritz, der bereits mit 24 Jahren die Einsätze koordiniert. Auch Veronika meint, dass sie nach der Ausbildung irgendwann noch die Meisterprüfung oder die Weiterbildung zur Technikerin macht. Was sie an ihrem Job reizt, sind die abwechslungsreichen Aufgaben. „Es ist halt nie das Gleiche“, sagt sie und Max kann das nur bestätigen: „Es gibt keine langweiligen Tage. Es gibt nur Tage, die superspannend sind, und Tage, die etwas weniger spannend sind.“
Sie listen uns gleich weitere Mitarbeitende auf, die sich parallel zum Job weitergebildet haben. Auch Moritz Martens studiert im Abendstudium Technik mit dem Schwerpunkt Automatisierungstechnik. Ob er dann an den Schreibtisch wechselt, fragen wir ihn. „Zum Teil schon“, bestätigt Moritz, aber alle drei sind sich einig: „Das Spannende an diesem Job ist nun mal der Einsatz vor Ort mit den regulären Wartungsarbeiten und besonders den Notfällen.“ Dafür gibt es die Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und die Kolleg:innen in der Bereitschaft.
Den Respekt vor ihrer Arbeit und der Verantwortung, die sie bei ihren Einsätzen tragen, merkt man ihnen an. Wenn man mit Blaulicht unterwegs ist, heißt das, die Situation ist ungeklärt und muss gesichert werden. In diesem Moment leiten und koordinieren die Einsatzkräfte der Rufbereitschaft die Arbeiten. Sie entscheiden, wie viele Kolleg:innen auf jeden Fall gebraucht werden und wer welche Aufgaben übernimmt. Für die zum Teil sehr jungen Mitarbeitenden ist das eine große Verantwortung. „Du freust dich auf den ersten Einsatz. Wenn es dann soweit ist und du mit Blaulicht in acht Minuten von Bad Homburg in die Frankfurter Innenstadt saust, schwitzt du Blut und Wasser“, berichtet Moritz, der bereits mit 24 Jahren die Einsätze koordiniert. Auch Veronika meint, dass sie nach der Ausbildung irgendwann noch die Meisterprüfung oder die Weiterbildung zur Technikerin macht. Was sie an ihrem Job reizt, sind die abwechslungsreichen Aufgaben. „Es ist halt nie das Gleiche“, sagt sie und Max kann das nur bestätigen: „Es gibt keine langweiligen Tage. Es gibt nur Tage, die superspannend sind, und Tage, die etwas weniger spannend sind.“
Und die Schichtdienste und die Bereitschaft? Sind das Hürden, wenn es darum geht, sich für diesen Job zu entscheiden? Veronika hatte am Anfang durchaus Sorge und fühlte sich unwohl, nachts am Bahnhof im Einsatz zu sein oder überhaupt erst einmal mitten in der Nacht zur Arbeit zu kommen. Mittlerweile sieht sie das gelassen. Sie wohnt auf dem Land, ursprünglich kommt sie aus Bosnien. In Bosnien hatte sie bereits eine Mechatronik-Ausbildung angefangen und sich dann in Frankfurt bei der VGF beworben. Deutsch spricht sie fließend, weil sie, wie sie sagt, als Kind viele deutsche Cartoons geschaut hat. Ihr Vater ist seit 2015 hier, sie und ihre Mutter kamen 2018 nach. Warum sie sich für diese Ausbildung entschieden hat? Sie hätte damals lieber gleich die Ausbildung im Bereich Elektrotechnik gemacht. Davon wurde ihr aber abgeraten, da sie die einzige Frau unter 20 Auszubildenden gewesen wäre. Dass sie in ihrer Ausbildung zur Elektrotechnikerin für Betriebstechnik bei der VGF trotzdem eine der wenigen jungen Frauen sein würde, die sich für eine technische Ausbildung entschieden haben, darauf war sie vorbereitet. Tatsächlich arbeiteten dann an ihrer ersten Ausbildungsstation in der Stadtbahnzentralwerkstatt in der Heerstraße doch zehn Kolleginnen. Im Bereich Fahrstrom sieht es da anders aus: Hier war sie ein halbes Jahr lang die einzige Frau. Trotzdem möchte sie nach ihrem Abschluss 2024 unbedingt ins Team zurück. Die vielseitige Arbeit und die Kollegialität haben ihr super gefallen. „Wir haben unsere Nasen überall drin“, bestätigt Max. „Aber die Kolleg:innen im Unternehmen wissen das zu schätzen, denn wir helfen und haben gute Lösungen.“
Und dann erzählt er aus seinem Arbeitsalltag: Von einer Störung, zu der er kurz vor Feierabend gerufen wurde, weil ein Stromabnehmer einer Bahn abgerissen war. Eigentlich nicht außergewöhnlich, bis das Ausmaß vor Ort sichtbar wurde. Nicht ein Stromabnehmer war abgerissen, sondern alle Bügel des Vier-Wagen-Zuges waren beschädigt und die Bahn steckte mit den Fahrgästen im Tunnel fest. Ein zweiter Zug stand bereits hintendran, ebenfalls fahrunfähig. Feuerwehr und Polizei hatten sich noch keinen Überblick über die Situation verschaffen können und es dauerte fast eine Stunde, bis die Menschen aus dem Tunnel evakuiert werden konnten. Die Ursache herauszufinden, um weitere Züge vor Schäden zu bewahren und die Fahrzeuge rollfähig zu bekommen waren die großen Herausforderungen in den kommenden 14 Stunden. „Beeindruckt hat mich, dass alle Kolleg:innen aus der Tagschicht geblieben sind und niemand nach Hause ging, bis wir die Situation gelöst hatten. Entweder sie waren am Unfallort oder sie haben die Ablöseteams organisiert und Berechnungen für die Ersatz-Stromversorgung im Büro erledigt. Das war eine tolle Zusammenarbeit!“ Um die Strecke wieder frei zu bekommen, mussten auf knapp 200 Metern die Oberleitungen getauscht werden. Ein ungünstiges Zusammenspiel zwischen Stromabnehmer, Fahrdraht und einer zu langen Wartephase vor dem Signal führten zu dem Vorfall.
Ihre Arbeit macht ihnen Spaß, sie tragen viel Verantwortung und müssen Entscheidungen treffen. Wo sie in Zukunft arbeiten wollen? Max, der engagiertes Mitglied im Verein Historische Straßenbahnen e. V. ist und das Verkehrsmuseum mit großem Einsatz unterstützt, hat sein Hobby in den Maßstab 1:1 umgesetzt und will bleiben. Moritz schaut, wie sich Schreibtisch und Vor-Ort-Einsatz nach seinem Abschluss kombinieren lassen, und Veronika freut sich, zukünftig Einsätze fahren zu dürfen, und hofft, dass sie bald die eine oder andere Kollegin dazugewinnt.
